Mittwoch, 14. März 2018

Vous êtes sympa Monsieur

Sym·pa·thi̱e̱ - Das Wörterbuch sagt: "Substantiv [die] - das Gefühl, dass man jemanden mag oder dass einem jemand angenehm ist"

Du bist sehr angenehm - seit Wochen. Ich mag es, dass wir so viel Zeit zusammen verbringen und ich lächel bei jeder deiner Nachrichten. Wir verbringen die Abende zusammen vorm Fernsehen, diskutieren das Programm, ich kann dir jeden Müll erzählen, den sich sonst gerade niemand anhört. Du schreibst mir nachts, wenn du nach Hause kommst oder während du beim Kumpel oder Familie bist. Du hörst dir stundenlang mein Gejammer an, sagst aber auch ehrlich, wenn du etwas anders siehst, das schätze ich an dir. Kind of man, den jede Frau sucht, wenn es dich wirklich gibt... Es gibt da nämlich ein Problem und das ist wirklich dumm - ich habe dich nie gesehen. Statt ein Lächeln zu schicken, bekomme ich nur Bilder nackter Tatsachen. Es ist nicht so, dass mich das nicht interessieren würde, aber das ist schon lange nicht mehr das, was mich an dir interessiert oder was dich in irgendeiner Weise interessanter machen würde. Ich würde lieber eine Stimme hören, ein Lächeln sehen oder eben live vor die stehen und schauen, ob du mich dann immer noch so nervös machst. 

Wir haben uns vor etwa einem Jahr kennen gelernt. Wir haben es warum auch immer nie richtig darauf angelegt uns persönlich kennen zu lernen. Möglicherweise habe ich es am Anfang geblockt, jetzt tust du es. Ich weiss nicht, warum... Du hast dich nur während der Arbeitszeit mit flirten beschäftigt, am Wochenende und nach Feierabend war ich abgeschrieben. Die Gespräche waren oft oberflächlich, immer wieder das gleiche Thema aber unheimlich witzig. Ich mochte unsere Unterhaltungen, weil die eben anders waren. Ich wusste ziemlich wenig über dich, ich hatte eigentlich nichts privates. Dann war das Profil gelöscht, von einem auf den anderen Tag ohne etwas zu sagen, sich zu verabschieden oder ähnliches und das war genau an dem Tag, als ich endlich ehrlich zu mir war und gemerkt hab, wie sehr du mich interessierst. Manchmal stimmt das Timing einfach nicht.

Irgendwie haben wir uns dann online wiedergefunden und jetzt erzählst du all diese Dinge, die eine Frau hören will und gibst die Aufmerksamkeit, die ich mir wünsche. Du bist nach Feierabend und an den Wochenenden online, erzählst mir was du machst und wo du bist. Du sagst sehr nette Dinge zu mir. Aber ich kann das mit meiner Flirtbehinderung leider nicht ganz erwidern. Ich würde es gerne, aber ich habe das Gefühl, dass du mit mir spielst, sonst hätten wir uns schon in die Augen geschaut, sonst hätte ich irgendwas privates von dir. Man wartet nicht so lange und findet immer wieder Ausreden, wenn echtes Interesse da ist. Immerhin hast du mich beim letzten Mal nicht einfach wieder am Treffpunkt stehen lassen. Ich hab mich nie auf ein Treffen so gefreut wie auf das mit dir und ich wurde auch nie mehrfach so enttäuscht wie von dir :(

Normalerweise wäre das der Grund für mich zu sagen, vergiss es, das wird nichts, wie ich es bei allen anderen mache. Nur bei dir nicht. Und warum? Da ist etwas mehr als nur kennen lernen und gucken wollen. Wenn alles das, was du schreibst wahr ist, dann geht das weit über Sympathie hinaus. Sympathie, das ist dieses Wort, was es mir so schwer macht, einfach "bye bye" zu sagen. Ich mag dich, von der Art her, von den Sprüchen, dem Gefühl, was du mir gibst. Das ist etwas, das baut sich mit der Zeit auf und deshalb hat keiner deiner Konkurrenten jemals eine echte Chance. Sobald du dich meldest, sterben alle anderen Unterhaltungen.

Sympathie lässt mich über Fehler und Fehltritte hinwegsehen. Es lässt mich immer wieder an das positive glauben, auch wenn alles schreit, dass es diese Person nicht gibt. Sympathie macht Aussehen nahezu egal. 

Das ist nicht die einzige dieser Unterhaltungen, die ich habe. Das ist nur eine von vielen Unterhaltungen, wo ich mit Bildern getäuscht werde und trotzdem die Person dahinter faszinierend finde. Traurig, dass das nötig ist aber was erwarten wir in einer Welt, in der der mögliche Partner nach Aussehen geliked wird und sofort fallen gelassen wird, wenn er die erste falsche Antwort gibt. Bessere Chancen für den mit den hübschen Bildern... Deshalb werden wohl so viele Fotos gefaked.

Ich wollte wollte am Anfang eigentlich in eine ganz andere Richtung mit meiner Geschichte... ABER...

Ich habe letztens bei Facebook einen Kommentar gelesen vermutlich eines Grundschulkindes, das dann jemand gepostet hat: Er/Sie schreibt: "Du musst immer nett zu deiner Frau sein und ihre Hand halten - auch, wenn sie aussieht wie ein Lastwagen." Klingt erstmal witzig, aber je mehr man darüber nachdenkt... Vielleicht sollten die Kinder uns noch mal erzählen, worum es eigentlich geht. Wir werden früher oder später alle zu diesem Lastwagen. Falten, graue Haare und was auch immer noch alles dann auf uns zukommt... Aber ein netter Mensch wird immer ein netter Mensch bleiben. Innere Schönheit vergeht niemals. Das ist der Grund, warum manche mit 90 glücklich zusammen auf der Parkbank sitzen und Händchen halten. Der Körper ist ein Hülle, die lockt, Sympathie und im besten Fall Liebe entscheiden dann wer zusammen bleibt.

Von daher:
Suche sympathischen Lastwagen, der Bock hat Zeit mit mir zu verbringen. Wartung möglich bei Gefallen.

Donnerstag, 1. Februar 2018

Viva con agua

Wir umarmen uns zum Abschied. Wir lächeln. Wir denken beide, dass wir uns wiedersehen werden. Das werden wir nicht.

Du meldest dich, wenn du Zuhause angekommen bist, sagst du, ich nicke. Du musst gerade mal Zuhause angekommen sein, da kommt die Nachricht schon. Wie der Abend für mich gewesen wäre? Du würdest mich gerne wiedersehen. Ich dich auch...

Mitte nächster Woche soll schon das nächste Treffen sein und ich freue mich ab da jede Minute dich endlich wieder zu sehen. Du hast vieles, was deine Vordates nicht vorweisen konnten: einen vernünftigen Job, etwas im hübschen Köpfchen, was zu erzählen... Wir wollen jetzt nicht direkt komplett ausflippen aber ich mag ihn. Von der Art her... Vielleicht ist das die berühmte Liebe auf den zweiten Blick oder könnte zumindest so etwas werden, denn ich zweifel noch.

Wir texten die komplette nächste Woche fast ohne Pause. Eines Nachts schickst du mir ein Bild mit der Info, du bist jetzt im Krankenhaus und dann kommt stundenlang keine Antwort mehr... Ich hab die Nacht kaum geschlafen. Du hattest Fieber, das war auf einmal zu hoch, erzählst du am nächsten Morgen. Von diesem Zeitpunkt aus vergehen Wochen, in denen ich versuche dich zu trösten, dir irgendwas positives an der Situation abzugewinnen. Klar, das geht nicht so einfach... Das bremer Krankenhaus scheint dich ganz schön zu quälen, du bist unzufrieden, willst raus, willst Besserung. Nichts dergleichen tritt ein. Stattdessen geben sie dir immer mehr Tabletten, die dich zunehmend müder machen. Das sagst du immer wieder.

Wir beschließen, dass ich dich Nikolaus besuche. Damit du mal was anderes siehst, bisschen Ablenkung bekommst. Als ich Nachmittags immer wieder frage, ob alles in Ordnung ist, kommt keine Antwort. Ich fange an mir Sorgen zu machen. Als du dich Abends meldest, bist du an der Medizinischen Hochschule Hannover. Hannover? MHH? Moment mal, was ich hier eigentlich los?!? Du sagst wieder, dass ich mir keine Sorgen machen müsste. Bremen hätte einfach nicht genügend Möglichkeiten für Tests. Ich glaube dir, mir bleibst nichts. Aber unterbewusst sagt mir etwas, dass das nicht die ganze Wahrheit ist. Denn als auch die MHH nach ca. 5 Wochen dein Fieber nicht runter bekommt und keine Lösung des Problems findet, kommt mir das mehr als seltsam vor! Hey, wir reden hier von der MHH! Das ist kein 0-8-15-Krankenhaus. Da habe ich Menschen mit Blut in einer Tasche neben sich laufen sehen, die sahen mehr Tod als lebendig aus. Die basteln Menschen nach Unfällen neue Kiefer und die sehen danach aus als wäre nichts gewesen! Und DIE kriegen dein Fieber nicht runter?!?

Nach zwei Wochen an der MHH ist langsam Besserung, aber eine plausible Erklärung kannst du mir für deinen Zustand nicht geben. Man müsste noch Tests machen, was die ganzen Tabletten angerichtet hätten... Am Tag als du rauskommst, kommt gegen Vormittag eine Nachricht mit etwa folgendem Inhalt: Du weisst, wie blöd und überraschend das jetzt rüberkäme, aber du brauchst nun erst einmal Zeit für dich und deine Krankheit.

Die nächsten Tage fragt meine Mama immer wieder, ob du dich noch mal gemeldet hast. Das hast du nicht und ich habe auf die letzte Nachricht nicht geantwortet. Ständig stellt sie irgendwelche Thesen auf, was du alles hast. Sie glaubt immer alles besser zu wissen. Es nervt mich einfach, sie soll mich damit in Ruhe lassen. Zu Weihnachten beschließe ich dir noch einmal zu schreiben. Einfach frohe Weihnachten zu wünschen. Du erzählst, dass du jetzt auf Kur bist und ich sage, dass du dich gerne melden kannst, wenn du mal reden willst. Wir wissen beide, dass das nur leere Worte sind und das auch nie eintreten wird.

Was du nicht weisst, ist, dass egal, was du gehabt hättest, ich wäre nicht einfach weggerannt. In guten Zeiten Händchen halten ist schön, in schlechten Zeiten nicht loslassen tun leider nur die wenigsten!

Mittwoch, 17. Januar 2018

Da ist er wieder...

Ich hab mich in der letzten Whatsapp von dir verabschiedet, hab eingeräumt, dass es ein Fehler war, sich erneut bei dir zu melden. Unseren Trennungsschmerz hättest du aber mittlerweile nahezu überwunden, hast du damals geschrieben - also warum meldest du dich jetzt wieder?!?

Ich habe einen Moment das Gefühl, dass wir beide den ganzen Freitag Abend Anspielungen machen, keiner sich wieder traut volle 100% zu gehen. Warum ist das so? Wir brauchen den ganzen Abend bis endlich die Frage nach dem Wiedersehen im Raum steht. Und wie gewohnt verneine ich die. Ich habe es immer noch nicht verstanden. Ich habe immer nur eine Chance. Wieder verspielt.

Klar wird mir das erst Sonntag nachdem er sich nicht mehr meldet und er die ganzen Zeit in meinem Kopf rumgeistert. Da ist er wieder. Dieser ständige Gedanke an dich und ich werde ihn gerade absolut nicht los.

El problema con el amor es... - ¿un acto más?

Donnerstag, 16. November 2017

No(r)way or 1035 km till happy end - I want a soldier

It started like one of these normal conversations...

... die ich anfange, wenn ich Ablenkung brauche und meist lerne ich dann die besten Leute kennen. Ich hab also gelabert wie immer und ich hab alles erzählt, was mir so einfiel... Ich gehe jetzt zu Dates, ich schminke mich, ich mache, was weiss ich was alles. Und er hat mir immer viel Spass gewünscht und mir erzählt wie hübsch ich aussehe. Er hat danach gefragt, wie es gelaufen ist und musste mich in der Regel trösten, weil es nicht so gelaufen ist, wie ich es gerne gehabt hätte. Ich konnte ihn mit allen meinen Männerproblemem belästigen und er war nie eifersüchtig, war nie beleidigt und hat mir sogar Tipps gegeben. Irgendwie ist er wie der beste Freund, den ich nie hatte...

Es ist wie ein Adventskalender, bei dem du jeden Tag ein Türchen öffnest und eine neue Überraschung zurm Vorschein kommt und alles, was du sagst ist großartig. Jeden Tag kommt dein "Guten Morgen Kleines", wir gehen oft zusammen ins Bett und verabschieden uns, wünschen uns eine gute Nacht. Es gibt da nur einen Fehler. Wir liegen in getrennten Betten. Du erzählst mir, wie du mich in die Arme nehmen würdest und ich träume davon, wie schön sich das anfühlt, während ich mich in die Decke kuschel. Wenn ich morgens die Augen öffne, bist du nicht da. Klar, das sind Worte, am Ende zählen die Taten. Aber ich würde alles, was ich schreibe, gerne mit dir / für dich tun. Alle anderen Männer, die ich zur gleichen Zeit kennen gelernt habe, haben schon lange ihr Glück wie beim Roulette versucht. Alle sind gescheitert. Aber warum fragst du nicht? Du bist der Einzige, den ich wirklich kennen lernen will...

Irgendwann ist die Neugier zu groß und ich muss selbst nachfragen, warum das hier nicht den nächsten Schritt geht. Ich hätte schon lange gefragt, schreibt er, aber ich bin gerade nicht in Deutschland. - wie lange bist du weg? - 11 Wochen! Ich rechne die 11 Wochen kurz hoch. Das ist Weihnachten. Entweder wird es ein wundervolles Weihnachtsgeschenk oder es ist eine Menge heisse Luft, die dann verpufft. Das heisst dann jetzt wohl warten, beschließe ich für mich... Ich bin den ganzen Abend ganz schön down. Warum suche ich mir immer das aus, was gerade nicht möglich ist?


Norway - no way to get there...

Freitag, 27. Oktober 2017

Sonntag, 8. Oktober 2017

Was ist das mit uns?

Ich sitze schon eine Weile hier und starre auf die leere Seite. Mir gehen so viele Dinge durch den Kopf. Ich krieg seit gestern Mittag keinen Bissen runter. Es wird Zeit, dass ich einfach mal ein paar Dinge los werde. Ich fange einfach mal an.

Ich mag es gar nicht sagen, aber mir geht es nicht gut. Wie soll ich sagen, mir ging es auf einmal auch nicht mehr gut. Wir waren vor 20 Minuten verabredet und ich saß aufgetakelt auf dem Sofa und habe auf dich gewartet. Ich hätte damals schon merken müssen, wie wenig es dir bedeutet. Aber das habe ich nicht, weil ich jede verdammte Lüge geglaubt habe. Ich hab dich meinen Freunden vorgestellt, du hast den perfekten Freund gespielt. Es dauert manchmal eine Zeit bis man das Spiel durchschaut, weil man von deiner äußeren Erscheinung geblendet ist. Und wenn man die Schauspielerei und das gekünstelte Auftreten wegnimmt, was bleibt dann noch? Ich sehe einen kleinen enttäuschten Jungen...

Wir haben uns mein Bett geteilt, wir sind zusammen ausgegangen, ich habe so viel Zeit für dich investiert um mich mit Dingen zu beschäftigen, die dir gefallen haben, weil ich es einfach verstehen wollte, weil ich wirklich ernstes Interesse hatte. Es war alles verschwendetet Zeit. Du hast gesagt, ich hätte keine Ziele. Ich habe dir meine Ziele nicht erzählt, weil ich Angst hatte, meine Ziele passen nicht in dein Leben. Das tun sie ganz offensichtlich auch nicht. Du hast mir gesagt, ich hätte Angst. Ja, das habe ich, das gebe ich offen und ehrlich zu. Ich habe vor vielen Dingen Angst und du hast dich über mich lustig gemacht. Aber es gibt eine Sache vor der du Angst hast, aber ich nicht und das ist die Wahrheit! Denn, wenn es nicht so wäre, warum hast du nicht beim ersten Mal fragen die Wahrheit gesagt?

Okay, dachte ich mir, du musst jetzt etwas nettes hören, du hast ewig nichts nettes zu mir gesagt. Die Momente, wo du mich für mein Aussehen oder irgendwas gelobt hat, sind viel zu lange her... und dann hat er mich angeschrieben. Wir haben uns den ganzen Nachmittag unterhalten und am Abend die Nummern getauscht. Mir war es egal, was du darüber denkst. Du warst nicht da, als ich dich gebraucht habe und er hat mich seitdem nicht mehr alleine gelassen, egal, wie zickig ich war, egal, wie schlecht es mir ging, egal, wie viel ich genörgelt habe. Er ist das, was ich in dir gesucht aber nicht gefunden habe. Das, was du vorgabst zu sein, aber leider nicht bist. Er hat mir Urlaubsfotos geschickt, er hat mir das "Guten Morgen" geschrieben, was ich bei dir vermisst habe, ich wusste, wo er ist, was er macht, ich wusste alles und was viel schöner war, er hat das alles alleine mitgeteilt - ohne, dass ich betteln musste.

Ich hab ihn dir als Kumpel verkauft, wenn er geschrieben hat, wenn wir uns gesehen haben. Es war dir egal, wie dir alles an mir egal war. Ich hab mich unwohl gefühlt, aber ich hab mich mit ihm getroffen. Die Neugier war zu groß. Es war ein wunderschöner Abend und auf einmal hatte ich gute Laune bei jeder seiner Nachrichten, bei jedem netten Wort, was er geschrieben hat. Ich hätte gehen sollen und das erwiedern sollen, was mich glücklich gemacht hat. Aber ich hatte eine Rechnung mit dir offen. Ich wollte die verdammte Antwort auf meine Frage! Was ist das mit uns? Ich will, dass du das aussprichst, wovor du dich drückst, damit ich damit einen sauberen Abschluss kriege...

Ich mache auf dich keinen lebensbejahenden Eindruck, ich bin den ganzen Tag megamaulig, ich habe kein Feuer... keine Energie... keinen inneren Antrieb... keine Leidenschaft... das ist das wiederlichste, was jemand jemals zu mir gesagt hat! Und es ist mir egal, weil du bist nur eine Meinung von mehrern Millionen, du bist nichts besonderes. Schön zu hören, oder? Jetzt weisst du, wie ich mich gefühlt habe, wenn du das zu mir gesagt hast... Du wärst gerne etwas besonderes, aber besondere Menschen sagen sowas nicht über andere Menschen. Es interessiert sowieso niemanden, was du sagst! Das weiss ich jetzt, aber ich brauchte einige Zeit um das zu verstehen! Du sagst über dich selbst du magst Menschen. Menschen, die andere Menschen mögen, machen sowas nicht, sie helfen den Menschen das zu sein, was sie gerne sein wollen. Du weisst nicht, was ich tolle finde? Wofür ich brenne? Du hast nie zugehört!

Ich nehm dir das nicht übel, ich kann verstehen, dass jemand wie du mein perfektes Leben nicht versteht, weil du in deinem Perfektionismus Zufriedenheit nicht kennst. Perfekt liegt immer im Auge des Betrachters. Es gibt aber eine Sache, die ich dir wirklich übel nehme und das ist, dass du mich wieder zurück in meine Schutzmauern gestoßen, gar getreten hast, denn das hat mir womöglich die beste Begegnung kaputt gemacht, die ich die letzten Jahre hatte mit einem Menschen, der die positive Ausstrahlung hat, die du dir wünschst, der Menschen damit so mitreißen kann ohne dafür irgendwelche Aufwände zu betreiben, weil er einfach er selbst ist. Der mich glücklich gemacht hat durch bloße Anwesenheit. Und ich? Ich hab verzweifelt versucht mich selbst aus den Trümmern meiner eigenen Mauer zu graben anstatt einfach seine Hand zu nehmen, weil ich nicht wollte, dass er den Schaden repariert, den du verursacht hast...

Und jetzt? Jetzt ist es vorbei, noch bevor richtig etwas da war. Ich vermisse das rumalbern auf dem Sofa, zusammen Musik hören, stundenlang nebeneinander zu liegen und sich zu unterhalten. Kraulen, streicheln, in die Augen schauen, die Haare aus dem Gesicht streichen. Ich möchte wieder vorm Restaurant stehen und ihn in den Arm nehmen, wenn das Licht ausgeht. Ich will ihn nicht mehr loslassen. Ich möchte nachts wach liegen, weil ich mich nicht von ihm trennen kann. Ich will, dass mir wieder das Handy ins Gesicht fällt, weil ich kaum die Augen aufhalten kann, aber unbedingt noch seine Antwort abwarten will. Ich will bei jeder Nachricht lächeln müssen und ich will, dass mich die Kollegen wieder fragen, warum ich so grinse. Ich will, dass du noch einmal mein Kinn hochhebst und mich küsst und in diesem Moment die Welt für einen Moment stehen bleibt.

Manchmal braucht man zu lange um wieder aufzustehen, aber wenn ich ihn frage, was ist das mit uns. Dann bekomme ich eine ehrliche Antwort. "Ich spiele nicht mit deinen (Gefühlen) und bin mir meiner leider nicht sicher"